"Es ist, das sei noch einmal gesagt, eine stille und sich dennoch in der Stärke behauptende Lyrik, die uns die "Partitur der leisen Geräusche" bietet. Jawohl, Partitur ist ein starkes Wort, es kündet davon, dass man hier weiß, wovon gesprochen wird. Eine liebende, eine zusprechende, eine sich genau auf die Zwischenzeilen konzentrierende, strich- und blickegenau parlierende, im besten Wortlaut eine flanierende und in diesem Gehen einhaltende Dichtung liegt hier in einem eine Quintessenz bildenden Kompendium auf dem hohen Grad des Gleichgewichts aus Suchen und Bewusstheit vor."

 

André Schinkel, Ursprung und Zusammensetzung/ Mit den Gedichten von Beate Weston-Weidemann, Wartburg Verlag 2018

 

 

„...Nachhut“, das letzte und zugleich wohl stärkste Gedicht des Bandes, scheint den Trauer- und Erinnerungsprozess, der die Texte durchzieht, zu einem Abschluss zu bringen, wobei abermals deutlich wird, dass eine Befriedung der Innenwelt des lyrischen Subjekts – und zugleich des Gegenübers, des ‚Du‘, erfolgt ist. Letztlich gelingt ein Verzeihen – für das eine sanft und human gewordene Mitwelt Bürgschaft zu leisten vermag. Innen- und Außenwelt kommunizieren in einem Kosmos des ihnen jeweils Zugehörigen, gehen dabei hochpoetische, teils surreale sprachliche Verbindungen ein und vollziehen einen Kreislauf, wobei Tod und Wiedergeburt ineinander greifen, das ‚Ich‘, das ‚Du‘ und ‚die andern‘; menschliche und tierische Geschöpfe, Dinge, Zustände, Begebenheiten; zeitliche und räumliche Bezüge miteinander ausgesöhnt und geeint sind."

 

 

Dr. Marianne Beese, Verschlüsselung – Metamorphosen – Erinnerung, Beate Weston-Weidemann: "Partitur der leisen Geräusche" (Auszug).